Blickpunkte – Aline Dreyer


In Wien geboren, zog Aline Dreyer mit ihrer Familie im Alter von 6 Jahren nach Bad Aussee. Nach ihrem Schulabschluss beschloss sie, mehr von der Welt draußen kennenzulernen. In Barcelona lernte sie zeitgenössischen Tanz und tanzte Hip Hop auf der Straße. Zurück in Österreich studierte sie Transkulturelle Kommunikation in Wien. Das Salzkammergut ist für sie nicht nur ein Zuhause, die gebotenen Möglichkeiten und spannenden Menschen bieten ihr zudem einen Ort künstlerischer Verwirklichung. 

Du bist das jüngste Mitglied des Kollektiv 23. Warum bist du dabei?

Es gibt einen wahnsinnigen Antrieb für das eigene Schaffen, von anderen Personen, mit denen man auf einer Wellenlänge ist, bestärkt zu werden und die anderen auch selbst zu bestärken. Im Austausch mit anderen Künstler*innen entstehen die interessantesten Dinge. Das Kollektiv 23 bietet einen Rahmen dafür. Ich bin auch gern allein; brauche Zeit und Raum mit mir selbst, aber ich blühe auf in der Gesellschaft von Menschen wie Jacqueline, Lisa, Sonja und Sophie. Wir tauschen uns aus, fangen uns auf, treiben uns an, suchen und finden gemeinsam. Ich brauche das, und meine Kunst darum auch.

Wie würdest du deine Kunst beschreiben? Was versuchst du damit auszudrücken?

Ich tanze, schreibe und schauspiele, aber möchte meine Kunst nicht darauf beschränken. Mit und durch Kunst will ich Phänomenen und Gedanken ästhetischen Ausdruck verleihen; in anderen Worten: die Welt um mich herum besser verstehen, innere Ordnung schaffen und in anderen Menschen Bewegung erzeugen. Außerdem will ich Verbindungen zwischen Menschen herstellen bzw. zeigen, dass wir alle Verbindungspunkte zueinander haben.

Kannst du dir vorstellen im Salzkammergut zu leben oder zieht es dich in die Stadt?

Beides. Kommt darauf an. Beides. Das Salzkammergut gibt Raum und Luft zum Atmen und ist voll mit Inspirationsquellen. In der Stadt auf der anderen Seite ist es leichter, einmal entstandene Ideen schnell umzusetzen, weil alles irgendwie schneller arbeitet und funktioniert und logistische Hilfsmittel vielfältiger und leichter zu erreichen sind. Außerhalb der Stadt braucht man meiner Meinung nach mehr Geduld, auch wenn man dafür im Austausch Ruhe bekommt. Und natürlich lebt es sich anders mit den Menschen. Auch da brauch ich am Land zeitweise mehr Geduld. Andererseits denke ich, dass es vielen jungen Menschen ähnlich geht wie mir; Menschen, mit denen ich im Salzkammergut sehr wohl zusammen leben und arbeiten wollen würde.

Apropos Landflucht, was denkst du kann dagegen unternommen werden oder sollte man der natürlichen Entwicklung ihren Lauf lassen?

Für mich persönlich stellt Landflucht kein so großes Problem dar wie die „Verstädterung“ des ländlichen Raums. Ich glaube, das Land ist froh, wenn es in Ruhe gelassen wird. Und ich freue mich mit ihm. Im Ernst aber, ich denke schon, dass man versuchen sollte, den ländlichen Raum lebenswert zu machen, aber auch, dass man dabei das richtige Publikum ansprechen sollte. Die Gegend und ihre Bewohner*innen leiden unter Massentourismus und industrieller Übernutzung. Ich möchte nicht die ganze Schuld auf eine Seite schieben und mich beschweren, dass wir jungen, aktiven Menschen nicht ausreichend aufs Land “gezogen“ werden (z.B. durch günstigeres Wohnen, Subventionen,…). Junge Menschen, die am Land leben wollen, sollten genauso selbst aktiv werden, sich zusammenschließen und dahingehend arbeiten, dass die Gegend, mit der sie sich so verbunden fühlen, auch lebenswert gestaltet wird. Aber ein bisschen „Ziehen“ ist trotzdem wünschenswert bzw. nötig.

10 Jahre später: wie sieht das Salzkammergut von 2034 idealerweise aus?

Offen. Mehr Toleranz und Respekt untereinander und nach außen hin. Sowohl unter Kunstschaffenden, traditionellen wie zeitgenössischen/alternativen, als auch unter Angehörigen verschiedener Kulturkreise und gegenüber anderen Lebewesen. Außerdem umweltbewusster und nachhaltiger.

In Wien geboren, zog Aline Dreyer mit ihrer Familie im Alter von 6 Jahren nach Bad Aussee. Nach ihrem Schulabschluss beschloss sie, mehr von der Welt draußen kennenzulernen. In Barcelona lernte sie zeitgenössischen Tanz und tanzte Hip Hop auf der Straße. Zurück in Österreich studierte sie Transkulturelle Kommunikation in Wien. Das Salzkammergut ist für sie nicht nur ein Zuhause, die gebotenen Möglichkeiten und spannenden Menschen bieten ihr zudem einen Ort künstlerischer Verwirklichung. 

Du bist das jüngste Mitglied des Kollektiv 23. Warum bist du dabei?

Es gibt einen wahnsinnigen Antrieb für das eigene Schaffen, von anderen Personen, mit denen man auf einer Wellenlänge ist, bestärkt zu werden und die anderen auch selbst zu bestärken. Im Austausch mit anderen Künstler*innen entstehen die interessantesten Dinge. Das Kollektiv 23 bietet einen Rahmen dafür. Ich bin auch gern allein; brauche Zeit und Raum mit mir selbst, aber ich blühe auf in der Gesellschaft von Menschen wie Jacqueline, Lisa, Sonja und Sophie. Wir tauschen uns aus, fangen uns auf, treiben uns an, suchen und finden gemeinsam. Ich brauche das, und meine Kunst darum auch.

Wie würdest du deine Kunst beschreiben? Was versuchst du damit auszudrücken?

Ich tanze, schreibe und schauspiele, aber möchte meine Kunst nicht darauf beschränken. Mit und durch Kunst will ich Phänomenen und Gedanken ästhetischen Ausdruck verleihen; in anderen Worten: die Welt um mich herum besser verstehen, innere Ordnung schaffen und in anderen Menschen Bewegung erzeugen. Außerdem will ich Verbindungen zwischen Menschen herstellen bzw. zeigen, dass wir alle Verbindungspunkte zueinander haben.

Kannst du dir vorstellen im Salzkammergut zu leben oder zieht es dich in die Stadt?

Beides. Kommt darauf an. Beides. Das Salzkammergut gibt Raum und Luft zum Atmen und ist voll mit Inspirationsquellen. In der Stadt auf der anderen Seite ist es leichter, einmal entstandene Ideen schnell umzusetzen, weil alles irgendwie schneller arbeitet und funktioniert und logistische Hilfsmittel vielfältiger und leichter zu erreichen sind. Außerhalb der Stadt braucht man meiner Meinung nach mehr Geduld, auch wenn man dafür im Austausch Ruhe bekommt. Und natürlich lebt es sich anders mit den Menschen. Auch da brauch ich am Land zeitweise mehr Geduld. Andererseits denke ich, dass es vielen jungen Menschen ähnlich geht wie mir; Menschen, mit denen ich im Salzkammergut sehr wohl zusammen leben und arbeiten wollen würde.

Apropos Landflucht, was denkst du kann dagegen unternommen werden oder sollte man der natürlichen Entwicklung ihren Lauf lassen?

Für mich persönlich stellt Landflucht kein so großes Problem dar wie die „Verstädterung“ des ländlichen Raums. Ich glaube, das Land ist froh, wenn es in Ruhe gelassen wird. Und ich freue mich mit ihm. Im Ernst aber, ich denke schon, dass man versuchen sollte, den ländlichen Raum lebenswert zu machen, aber auch, dass man dabei das richtige Publikum ansprechen sollte. Die Gegend und ihre Bewohner*innen leiden unter Massentourismus und industrieller Übernutzung. Ich möchte nicht die ganze Schuld auf eine Seite schieben und mich beschweren, dass wir jungen, aktiven Menschen nicht ausreichend aufs Land “gezogen“ werden (z.B. durch günstigeres Wohnen, Subventionen,…). Junge Menschen, die am Land leben wollen, sollten genauso selbst aktiv werden, sich zusammenschließen und dahingehend arbeiten, dass die Gegend, mit der sie sich so verbunden fühlen, auch lebenswert gestaltet wird. Aber ein bisschen „Ziehen“ ist trotzdem wünschenswert bzw. nötig.

10 Jahre später: wie sieht das Salzkammergut von 2034 idealerweise aus?

Offen. Mehr Toleranz und Respekt untereinander und nach außen hin. Sowohl unter Kunstschaffenden, traditionellen wie zeitgenössischen/alternativen, als auch unter Angehörigen verschiedener Kulturkreise und gegenüber anderen Lebewesen. Außerdem umweltbewusster und nachhaltiger.