Blickpunkte – Gisa Schosswohl


Gisa Schosswohl ist ausgebildete Wirtschaftswissenschafterin, Juristin und lebt in Linz. Nach beruflichen Stationen im Familienbetrieb, Konzern und in der Interessensvertretung mit viel Auslands- und EU-Erfahrung ist die gebürtige Neuhofnerin seit 2014 als selbstständige Unternehmerin im Bereich Internationales Projektmanagement tätig. Ihr Schwerpunkt liegt im Bereich Lebenslanges Lernen, Kreativwirtschaft, Innovation und Tourismus.

Welche Beziehung hast du zum Salzkammergut?
Wir Kinder aus dem Zentralraum wurden schon früh durch diverse Schikurse und Landschulwochen ans Salzkammergut konditioniert- markant in Erinnerung blieben mir die Fahrten im Reisebus entlang der kurvenreichen alten Traunseeuferstrasse vorbei am mächtigen Löwendenkmal. Heute sehe ich das Salzkammergut mit den Augen einer Naturliebhaberin. Es ist immer wieder Anziehungspunkt für wunderschöne Bergerlebnisse, Konzertbesuche aber auch Freundschaften lassen mich regelmäßig das Salzkammergut besuchen.

Du hast internationale Erfahrung im Bereich Projektmanagement und EU-Förderungen. Kannst du Beispiele nennen wie „Kulturhauptstädte Europas” auch nach dem Titeljahr davon profitieren können?

Das Kulturhauptstadtjahr ist eine Gelegenheit, mutige Kulturprojekte zu wagen und sich neuen Zielgruppen zu öffnen. Ich sehe die Kulturhauptstadt nicht als Einjahresphänomen, sondern als Initialzündung für eine einzigartige Entwicklung. Aufgrund meiner Projekte mit aktuellen und ehemaligen Kulturhauptstädten, habe ich die Gelegenheit diese Städte in regelmäßigen Abständen zu besuchen und diese Entwicklung zu beobachten. Jede Kulturhauptstadt ist individuell und einzigartig. Es gibt meiner Meinung nach kein Patentrezept. Offenheit, Mut und an einem Strang ziehen machen vieles möglich.

Als selbstständig Erwerbstätige lebst und arbeitest du in Linz, bist aber am Land aufgewachsen. Welche Rahmenbedingungen (Hard- & Software) müssten Kleinstädte wie Bad Ischl, Gmunden oder anderen ländliche Gemeinden vorweisen können, damit sich mehr EPUs oder Kreativwirtschaftsbetriebe ansiedeln?

Für moderne digitale Nomaden, Kreative und Kleinunternehmen haben Kleinstädte im Salzkammergut ein enormes Potential aufgrund der wunderschönen Lage gepaart mit der Nähe zu Industrie und potentiellen Auftraggeber*innen. Die gute alte Sommerfrische ist moderner denn je. Man sucht Alternativen zu städtischem Lärm, hohen Mietpreisen, aktuell auch Hitze- sowie inspirierende Orte wie es sie im Salzkammergut gibt. Kreative suchen aber auch Orte der Begegnung, nicht Orte wo die Gehsteige um 17 Uhr hochgeklappt werden. Es könnte. z.B. die Salonkultur neu gedacht werden. Das bringt Vielfalt, neue Impulse. Wenn dann auch noch von der ansässigen Bevölkerung Offenheit und Kooperationsbereitschaft entgegen gebracht wird, kann vieles entstehen. „Hardwareseitig” gilt das übliche: Infrastruktur, Kinderbetreuung, schnelles Internet etc.

10 Jahre später: Wie sieht das Salzkammergut von 2034 idealerweise aus? 

Offen, als Magnet der Vielfalt und des kulturellen Lebens! Als Bühne, auf der die historisch gewachsene Bedeutung der Region (Tourismus, Kultur, Gesellschaft) in Dialog geht mit den Fragen des Heute und den Herausforderungen des Morgen. Dieser kreative Austausch von Gedanken und Ideen könnte das neue SALZ werden, das den Wohlstand und die Bedeutung der Region in der Zukunft sichert.

Gisa Schosswohl ist ausgebildete Wirtschaftswissenschafterin, Juristin und lebt in Linz. Nach beruflichen Stationen im Familienbetrieb, Konzern und in der Interessensvertretung mit viel Auslands- und EU-Erfahrung ist die gebürtige Neuhofnerin seit 2014 als selbstständige Unternehmerin im Bereich Internationales Projektmanagement tätig. Ihr Schwerpunkt liegt im Bereich der Förderberatung und Projektmanagement mit Schwerpunkt Lebenslanges Lernen, Kreativwirtschaft, Innovation, Tourismus.

Welche Beziehung hast du zum Salzkammergut?
Wir Kinder aus dem Zentralraum wurden schon früh durch diverse Schikurse und Landschulwochen ans Salzkammergut konditioniert- markant in Erinnerung blieben mir die Fahrten im Reisebus entlang der kurvenreichen alten Traunseeuferstrasse vorbei am mächtigen Löwendenkmal. Heute sehe ich das Salzkammergut mit den Augen einer Naturliebhaberin. Es ist immer wieder Anziehungspunkt für wunderschöne Bergerlebnisse, Konzertbesuche aber auch Freundschaften lassen mich regelmäßig das Salzkammergut besuchen.

Du hast internationale Erfahrung im Bereich Projektmanagement und EU-Förderungen. Kannst du Beispiele nennen wie „Kulturhauptstädte Europas” auch nach dem Titeljahr davon profitieren können?

Das Kulturhauptstadtjahr ist eine Gelegenheit, mutige Kulturprojekte zu wagen und sich neuen Zielgruppen zu öffnen. Ich sehe die Kulturhauptstadt nicht als Einjahresphänomen, sondern als Initialzündung für eine einzigartige Entwicklung. Aufgrund meiner Projekte mit aktuellen und ehemaligen Kulturhauptstädten, habe ich die Gelegenheit diese Städte in regelmäßigen Abständen zu besuchen und diese Entwicklung zu beobachten. Jede Kulturhauptstadt ist individuell und einzigartig. Es gibt meiner Meinung nach kein Patentrezept. Offenheit, Mut und an einem Strang ziehen machen vieles möglich.

Als selbstständig Erwerbstätige lebst und arbeitest du in Linz, bist aber am Land aufgewachsen. Welche Rahmenbedingungen (Hard- & Software) müssten Kleinstädte wie Bad Ischl, Gmunden oder anderen ländliche Gemeinden vorweisen können, damit sich mehr EPUs oder Kreativwirtschaftsbetriebe ansiedeln?

Für moderne digitale Nomaden, Kreative und Kleinunternehmen haben Kleinstädte im Salzkammergut ein enormes Potential aufgrund der wunderschönen Lage gepaart mit der Nähe zu Industrie und potentiellen Auftraggeber*innen. Die gute alte Sommerfrische ist moderner denn je. Man sucht Alternativen zu städtischem Lärm, hohen Mietpreisen, aktuell auch Hitze- sowie inspirierende Orte wie es sie im Salzkammergut gibt. Kreative suchen aber auch Orte der Begegnung, nicht Orte wo die Gehsteige um 17 Uhr hochgeklappt werden. Es könnte. z.B. die Salonkultur neu gedacht werden. Das bringt Vielfalt, neue Impulse. Wenn dann auch noch von der ansässigen Bevölkerung Offenheit und Kooperationsbereitschaft entgegen gebracht wird, kann vieles entstehen. „Hardwareseitig” gilt das übliche: Infrastruktur, Kinderbetreuung, schnelles Internet etc.

10 Jahre später: Wie sieht das Salzkammergut von 2034 idealerweise aus? 

Offen, als Magnet der Vielfalt und des kulturellen Lebens! Als Bühne, auf der die historisch gewachsene Bedeutung der Region (Tourismus, Kultur, Gesellschaft) in Dialog geht mit den Fragen des Heute und den Herausforderungen des Morgen. Dieser kreative Austausch von Gedanken und Ideen könnte das neue SALZ werden, das den Wohlstand und die Bedeutung der Region in der Zukunft sichert.