Jacqueline Korber


© Katharina Orlowska

Jacqueline Korber ist Fotografin und Künstlerin. Mit Ausnahme einer kurzen beruflichen Großstadt-Schnupperzeit in Wien lebte sie bis 2019 in Bad Mitterndorf. Von dort zog es sie ins oberösterreichische Atzbach (nahe Schwanenstadt), wo sie bunt und energisch wirkt und lebt. Ihr Leben und Schaffen kreist um die Werte der gelebten Solidarität und des geleisteten Widerstands. 

 

Du bist Mitglied des Kollektiv 23. Kannst du kurz erklären was das Ziel des Kollektivs ist und warum du dabei bist?

Das Kollektiv23 hat sich geformt und vereint, um bildende Kunst, Musik und natürlich damit einhergehend Kultur zu fördern und zu verbreiten. Ziel ist gemeinsames Entdecken, Hinterfragen, Betrachten, Schaffen und Zeigen.

Wir sind eine vielseitige Gruppe von Künstlerinnen, die sich in ihren jeweiligen Feldern aktiv engagieren und somit vielfältig präsentieren wollen und können. Ich freue mich auf ein partizipatives Arbeiten und ein facettenreiches Miteinander.

Wie würdest du die Kunst- und Kulturszene des Salzkammerguts beschreiben? Was fehlt deiner Meinung nach?

Als lebhaft, jedoch nicht so präsent und jung, wie ich sie gerne hätte.

Auf der einen Seite finde ich, dass wir ein sehr breit gefächertes Angebot präsentiert bekommen, so dass ich oft gar nicht weiß, wohin zuerst…auf der anderen Seite wünsche ich mir noch deutlichere Ankerpunkte und eine andere Art der Vernetzung. Und ich würde mir wünschen, dass Nachwuchskünstler*innen mehr finanzielle Unterstützung erhalten und vor allem gezeigt werden.

Wie würdest du deine Kunst beschreiben?

Definitiv als eine sowohl liebevoll hinterfragende, als auch kritische Betrachtungsweise des oft Alltäglichen. Ich liebe die schöne Kunst genauso sehr wie mich die hässliche anzieht. Ich mag es wenn auch einfach mal „nur“ schöne Bilder entstehen und ich durch sie träumen kann…das ist wie eine Art Ausgleich.

An den anderen Tagen begebe ich mich in Situationen, die ohne Kamera für mich gar nicht auszuhalten wären….den Sinn darin zu erkennen, die gesehene Realität als meine Kunst nach außen zu tragen, war ein großer Schritt für mich hin zur Künstlerin.

Wie beeinflusst das Salzkammergut deine Arbeit als Künstlerin?

Ohne all die hier noch gelebten Traditionen und „eingesessenen“ Menschen hätte ich nicht so viele Dinge, die ich hinterfragen könnte (lacht). Ich finde es spannend wie mir die Leute begegnen und umgekehrt ist es oft auch so. Ich bin dankbar für die vielen treibenden Kräfte hier!

Was ist einzigartig am Salzkammergut und vermisst du, wenn du nicht da bist?

Einzigartig ist, dass ich eben hier sein darf und nicht woanders bin, und somit mit meiner Umgebung verschmelzen und mich auch mit ihr auseinandersetzen kann.

Wenn ich woanders bin denke ich oft an die Berge, Almen, die frische Luft, das Wasser, den Wald, die Tiere, meine liebsten Freundinnen und an meine Omi….das geht dann schon auch als Vermissen durch.

10 Jahre später: Wie sieht das Salzkammergut von 2034 idealerweise aus?

Idealerweise geht´s wieder stark back to basic – ein Miteinander findet statt und wird gelebt sodass die innere und äußere Schönheit des Salzkammerguts und der Salzkammergutmenschen erhalten bleibt und sich so auf die gesamte Welt ausbreiten kann! Utopisch?! -Ich liebe es! 🙂

© Katharina Orlowska

Jacqueline Korber ist Fotografin und Künstlerin. Mit Ausnahme einer kurzen beruflichen Großstadt-Schnupperzeit in Wien lebte sie bis 2019 in Bad Mitterndorf. Von dort zog es sie ins oberösterreichische Atzbach (nahe Schwanenstadt), wo sie bunt und energisch wirkt und lebt. Ihr Leben und Schaffen kreist um die Werte der gelebten Solidarität und des geleisteten Widerstands. 

 

Du bist Mitglied des Kollektiv 23. Kannst du kurz erklären was das Ziel des Kollektivs ist und warum du dabei bist?

Das Kollektiv23 hat sich geformt und vereint, um bildende Kunst, Musik und natürlich damit einhergehend Kultur zu fördern und zu verbreiten. Ziel ist gemeinsames Entdecken, Hinterfragen, Betrachten, Schaffen und Zeigen.

Wir sind eine vielseitige Gruppe von Künstlerinnen, die sich in ihren jeweiligen Feldern aktiv engagieren und somit vielfältig präsentieren wollen und können. Ich freue mich auf ein partizipatives Arbeiten und ein facettenreiches Miteinander.

Wie würdest du die Kunst- und Kulturszene des Salzkammerguts beschreiben? Was fehlt deiner Meinung nach?

Als lebhaft, jedoch nicht so präsent und jung, wie ich sie gerne hätte.

Auf der einen Seite finde ich, dass wir ein sehr breit gefächertes Angebot präsentiert bekommen, so dass ich oft gar nicht weiß, wohin zuerst…auf der anderen Seite wünsche ich mir noch deutlichere Ankerpunkte und eine andere Art der Vernetzung. Und ich würde mir wünschen, dass Nachwuchskünstler*innen mehr finanzielle Unterstützung erhalten und vor allem gezeigt werden.

Wie würdest du deine Kunst beschreiben?

Definitiv als eine sowohl liebevoll hinterfragende, als auch kritische Betrachtungsweise des oft Alltäglichen. Ich liebe die schöne Kunst genauso sehr wie mich die hässliche anzieht. Ich mag es wenn auch einfach mal „nur“ schöne Bilder entstehen und ich durch sie träumen kann…das ist wie eine Art Ausgleich.

An den anderen Tagen begebe ich mich in Situationen, die ohne Kamera für mich gar nicht auszuhalten wären….den Sinn darin zu erkennen, die gesehene Realität als meine Kunst nach außen zu tragen, war ein großer Schritt für mich hin zur Künstlerin.

Wie beeinflusst das Salzkammergut deine Arbeit als Künstlerin?

Ohne all die hier noch gelebten Traditionen und „eingesessenen“ Menschen hätte ich nicht so viele Dinge, die ich hinterfragen könnte (lacht). Ich finde es spannend wie mir die Leute begegnen und umgekehrt ist es oft auch so. Ich bin dankbar für die vielen treibenden Kräfte hier!

Was ist einzigartig am Salzkammergut und vermisst du, wenn du nicht da bist?

Einzigartig ist, dass ich eben hier sein darf und nicht woanders bin, und somit mit meiner Umgebung verschmelzen und mich auch mit ihr auseinandersetzen kann.

Wenn ich woanders bin denke ich oft an die Berge, Almen, die frische Luft, das Wasser, den Wald, die Tiere, meine liebsten Freundinnen und an meine Omi….das geht dann schon auch als Vermissen durch.

10 Jahre später: Wie sieht das Salzkammergut von 2034 idealerweise aus?

Idealerweise geht´s wieder stark back to basic – ein Miteinander findet statt und wird gelebt sodass die innere und äußere Schönheit des Salzkammerguts und der Salzkammergutmenschen erhalten bleibt und sich so auf die gesamte Welt ausbreiten kann! Utopisch?! -Ich liebe es! 🙂