Blickpunkte – Lisa Kogler


Lisa Kogler ist zwar in Bad Aussee geboren, hat aber schon in Innsbruck, Wien, Salzburg und Mondsee gelebt. 2012 hat die Künstlerin, die zum Kollektiv 23 gehört, den Rückweg in die Heimat (mit Stationen in Bad Ischl) gewagt und lebt jetzt wieder in Bad Mitterndorf.

Du hast in Innsbruck die HTL für Kunst und Bau absolviert und danach ein paar Jahre in Salzburg gearbeitet. Warum hat es dich wieder in deine Heimat verschlagen?

Ich bin damals nach einer beendeten Partnerschaft wieder in meine Heimat zurückgekehrt. Die geheimnisvolle und zugleich kraftvolle Natur hier haben mir damals sehr geholfen und mich wieder neu zusammengesetzt.

Was ist dir bei deiner Kunst wichtig? Wie würdest du sie beschreiben?

Meine künstlerische Arbeit besteht aus einer Aneinanderreihung von Versuchen Allgemeines durch Spezielles in Erfahrung zu bringen. Die Tatsache, dass ich mir diesen Ort zum Leben ausgesucht habe, ist ja schon ein spezieller Zustand, der es mir in meinen Bildern ermöglicht, allgemeine Gesetze herauszufiltern. Ich staune selbst immer wieder wie regional die Elemente sind, die ich in meiner gegenständlich-konkreten Art zu Malen verwende. Ich arbeite mit dem, was mir sehr nahe ist. Das erfüllt mich mit Stolz und auch mit Demut.

Welche Stärken und Schwächen siehst du in der Kunst- und Kulturszene des Salzkammerguts?

“Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s den Menschen gut”, das ist ein Satz, der uns heute stark die Richtung vorgibt. Wir dürfen lernen, diesen Satz auf jeden Fall auch umgekehrt zu denken. Geht’s nämlich dem Menschen gut, und dabei spielt der Begriff Heimat eine zentrale Rolle, geht’s der (Tourismus-)Wirtschaft gut.

Der Künstler hat unter dem Aspekt der Kulturentwicklung, den Schwerpunkt, eine Verbindung zwischen dem Fühlen mit dem Denken anzuregen. Diese Verbindung zugänglich zu machen stärkt aktiv/ passiv, bewusst/ unbewusst die menschliche Individualität. Was aus der Kunst hervorgeht ist somit essenziell für die menschliche Entwicklung. Heimat bedeutet wenn die physischen Wurzeln gleichzeitig die geistigen Flügeln sind. Die großen Potentiale dieser Gegend werden wir uns mehr und mehr erschließen, denn: Der Boden kann uns nur dann unter den Füßen wegverkauft werden, wenn er uns nichts mehr bedeutet.

Es ist wie in der Kommunikation: Es wird über Dinge geredet, die bedeutungslos sind. Und das, was man dringend besprechen sollte, verschwindet hingegen in Schweigsamkeit. In Zukunft wird es um eine Neuordnung der Prioritäten gehen.

10 Jahre später: Wie sieht das Salzkammergut von 2034 idealerweise aus? 

Weniger Verkehr direkt im Ortsgebiet, Bereiche ohne Internet- und Telefonempfang, mehr regionale Selbstversorger und Tauschmärkte, Vereinswirtschaft und Kultur- und Individualitätsförderung. Das Salzkammergut wird sich, wenn es klug ist, von den Globalisierungstendenzen abzuwenden wissen und sich im Namen von Mensch und Natur mit einem gewissen Weitblick wieder regionalisieren. Das Regionale wird, in weiterer Zukunft, das sein, was sich als flexibel und anpassungsfähig erweisen wird. Große globale Systeme sind starr und können daher auch leichter in sich zusammenstürzen als kleinere.

Lisa Kogler ist zwar in Bad Aussee geboren, hat aber schon in Innsbruck, Wien, Salzburg und Mondsee gelebt. 2012 hat die Künstlerin, die zum Kollektiv 23 gehört, den Rückweg in die Heimat (mit Stationen in Bad Ischl) gewagt und lebt jetzt wieder in Bad Mitterndorf.

Du hast in Innsbruck die HTL für Kunst und Bau absolviert und danach ein paar Jahre in Salzburg gearbeitet. Warum hat es dich wieder in deine Heimat verschlagen?

Ich bin damals nach einer beendeten Partnerschaft wieder in meine Heimat zurückgekehrt. Die geheimnisvolle und zugleich kraftvolle Natur hier haben mir damals sehr geholfen und mich wieder neu zusammengesetzt.

Was ist dir bei deiner Kunst wichtig? Wie würdest du sie beschreiben?

Meine künstlerische Arbeit besteht aus einer Aneinanderreihung von Versuchen Allgemeines durch Spezielles in Erfahrung zu bringen. Die Tatsache, dass ich mir diesen Ort zum Leben ausgesucht habe, ist ja schon ein spezieller Zustand, der es mir in meinen Bildern ermöglicht, allgemeine Gesetze herauszufiltern. Ich staune selbst immer wieder wie regional die Elemente sind, die ich in meiner gegenständlich-konkreten Art zu Malen verwende. Ich arbeite mit dem, was mir sehr nahe ist. Das erfüllt mich mit Stolz und auch mit Demut.

Welche Stärken und Schwächen siehst du in der Kunst- und Kulturszene des Salzkammerguts?

“Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s den Menschen gut”, das ist ein Satz, der uns heute stark die Richtung vorgibt. Wir dürfen lernen, diesen Satz auf jeden Fall auch umgekehrt zu denken. Geht’s nämlich dem Menschen gut, und dabei spielt der Begriff Heimat eine zentrale Rolle, geht’s der (Tourismus-)Wirtschaft gut.

Der Künstler hat unter dem Aspekt der Kulturentwicklung, den Schwerpunkt, eine Verbindung zwischen dem Fühlen mit dem Denken anzuregen. Diese Verbindung zugänglich zu machen stärkt aktiv/ passiv, bewusst/ unbewusst die menschliche Individualität. Was aus der Kunst hervorgeht ist somit essenziell für die menschliche Entwicklung. Heimat bedeutet wenn die physischen Wurzeln gleichzeitig die geistigen Flügeln sind. Die großen Potentiale dieser Gegend werden wir uns mehr und mehr erschließen, denn: Der Boden kann uns nur dann unter den Füßen wegverkauft werden, wenn er uns nichts mehr bedeutet.

Es ist wie in der Kommunikation: Es wird über Dinge geredet, die bedeutungslos sind. Und das, was man dringend besprechen sollte, verschwindet hingegen in Schweigsamkeit. In Zukunft wird es um eine Neuordnung der Prioritäten gehen.

10 Jahre später: Wie sieht das Salzkammergut von 2034 idealerweise aus? 

Weniger Verkehr direkt im Ortsgebiet, Bereiche ohne Internet- und Telefonempfang, mehr regionale Selbstversorger und Tauschmärkte, Vereinswirtschaft und Kultur- und Individualitätsförderung. Das Salzkammergut wird sich, wenn es klug ist, von den Globalisierungstendenzen abzuwenden wissen und sich im Namen von Mensch und Natur mit einem gewissen Weitblick wieder regionalisieren. Das Regionale wird, in weiterer Zukunft, das sein, was sich als flexibel und anpassungsfähig erweisen wird. Große globale Systeme sind starr und können daher auch leichter in sich zusammenstürzen als kleinere.