Salzkammergut for Sale

Villa Toscana

Die Villa Toscana – ein Kreativzentrum Kunst und Wissenschaft / Geschichte und Gegenwart. 2024 soll die Villa Toscana wieder zu einem Ort erwachen, an dem diese „guten Menschen“ der Vergangenheit auf „gute Menschen“ der Gegenwart treffen, sich an ihnen reiben und inspirieren lassen – ein Ort der Ausstellung und der Salons. Ein Netzwerknotenpunkt für Kunst und Wissenschaft / Geschichte und Gegenwart.

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Die Villa Toscana – ein Kreativzentrum Kunst und Wissenschaft / Geschichte und Gegenwart

1913 wurde die gesamte Halbinsel Toscana samt Park und großer und kleiner Villa von Margarete Stonborough-Wittgenstein, der Schwester des Philosophen Ludwig Wittgenstein, erworben.

Man traf sich jeden Sommer zu zahlreichen kreativen Zusammenkünften, häuslichen Aufführungen von oftmals selbstgeschriebenen Theaterstücken, regem Austausch von Lektüreerfahrungen, Ausstellungen von Kunstwerken und musikalischen und tänzerischen Darbietungen. Ludwig Wittgenstein sagte einmal: „Ich bin ein Sammler von guten Menschen.“ Und vernetzte damit die kleine Großstadt am Traunsee Gmunden mit Wien, wo in Salons und Kaffeehäusern Intellektuelle gemeinsame Ideen und Werte hochhielten und sich mit einer Elite der Wirtschaft und der Wissenschaft mischten. Die Errungenschaften der Moderne konnten sich damit innerhalb kürzester Zeit in allen Lebensbereichen von Kunst bis Rechtsprechung verbreiten und dem angeschlagenen Habsburgerreich ein letztes Mal ein großartiges Aufbäumen bescheren.

Mit dem Aufkommen der Nationalismen und den immer stärkeren antisemitischen Tendenzen entfremdeten sich die Intellektuellen von Teilen der Gesellschaft, bis sich dieses dichte Netzwerk endgültig durch den Nationalsozialismus auflöste. 

2024 soll die Villa Toscana wieder zu einem Ort erwachen, an dem diese „guten Menschen“ der Vergangenheit auf „gute Menschen“ der Gegenwart treffen, sich an ihnen reiben und inspirieren lassen – ein Ort der Ausstellung und der Salons.

Einer kritischen Beschäftigung mit der Vergangenheit und dem künstlerischen Leben heute im Salzkammergut widmet sich die Ausstellung, ergänzt durch zeitgenössische Positionen von „Artists in Residence“. Die Zeit des Nationalsozialismus kann dabei nicht isoliert betrachtet werden, in alle Themen spielt sie hinein, bildet eine schreiende Zäsur oder eine nicht verheilte Wunde der Vergangenheit. 

Drei Künstlerische Salons sollen in Abstimmung mit den Festwochen Salzkammergut den Geist der Jahrhundertwendekultur wiederbeleben. Der Salon Wittgenstein (in Geiste des Philosophen), der Salon Musik (im Geiste von Paul Wittgenstein) und der Salon Tanz (in Erinnerung an die Grete Wiesenthal).

Kurator*innen: Patricia Spiegelfeld, Stefan Kutzenberger, Peter Weinhäupl

Projektverantwortliche: Markus Spiegelberg

Projektleitung Salzkammergut 2024: Petra Zechmeister

Mitwirkende