Blickpunkte – Vladimir Vukovic


Vladimir Vukovic ist Architekt, Stadtforscher und Lehrender. Nach dem Architekturstudium an der Universität Belgrad und an der Universität Stuttgart promovierte er an der TU Graz. Danach arbeitete er in München, Linz und Wels. Im Salzkammergut ist er seit dem Jahr 2000, er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Momentan pendelt er zwischen Bad Ischl und Wien und lehrt u.a. an der TU Wien, dem FH Campus Wien und der FH Kärnten.

Du unterstützt die Kulturhauptstadt-Bewerbung schon seit der frühen Phase. Was fasziniert dich an dem Projekt und was erhoffst du dir von dem Titel?

Von der Kulturhauptstadt-Bewerbung erhoffe ich mir vor Allem die Möglichkeit einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung im Salzkammergut.

Du lehrst an der TU Wien, der FH Kärnten und hast auch an der HTBLA in Hallstatt unterrichtet, hast also viel Kontakt mit jungen Erwachsenen. Was braucht es im Salzkammergut, um der Landflucht entgegenzuwirken?

Es ist eine berechtigte Frage, ob man der Landflucht entgegenwirken kann und soll. Man soll aber auf jeden Fall versuchen, den jungen Leuten, die noch im Salzkammergut leben, die Lebensumstände möglichst angenehm zu gestalten.

Welche Kulturhauptstadt-Projekte zum Thema Baukultur kannst du dir als Architekt vorstellen bzw. würdest du gerne umsetzen?

Zum Thema Baukultur im Salzkammergut habe ich zwei wichtige Anliegen: Erstens die Raumplanung und Wohnbaupolitik und zweitens die Qualität der zeitgenössischen Architektur. Wir werden uns in Zukunft nicht mehr leisten können, Wohnsiedlungen in peripheren Lagen und ohne Infrastruktur zu bauen. Diese Politik ist weder sozial noch ökologisch nachhaltig. Stattdessen werden wir die bestehenden Städte verdichten müssen – durch flächensparende Wohnformen und durch die Revitalisierung des Leerstands. Andererseits müssen wir uns ebenfalls darüber Gedanken machen, welche Bauten wir den künftigen Generationen hinterlassen. Bad Ischl kann auf seine historische Architektur stolz sein. Aber kann man das auch von den zeitgenössischen Neu- und Umbauten behaupten? In diesem Punkt wäre eine Zusammenarbeit mit Experten sehr wünschenswert.

10 Jahre später: Wie sieht das Salzkammergut von 2034 idealerweise aus? 

Idealerweise wünsche ich mir für die Zukunft des Salzkammerguts drei Sachen: Leistbares Wohnen, Bildungsmöglichkeiten und -förderung für breite Bevölkerungsschichten und ein anspruchsvolleres Freizeitangebot.

Vladimir Vukovic ist Architekt, Stadtforscher und Lehrender. Nach dem Architekturstudium an der Universität Belgrad und an der Universität Stuttgart promovierte er an der TU Graz. Danach arbeitete er in München, Linz und Wels. Im Salzkammergut ist er seit dem Jahr 2000, er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Momentan pendelt er zwischen Bad Ischl und Wien und lehrt u.a. an der TU Wien, dem FH Campus Wien und der FH Kärnten.

Du unterstützt die Kulturhauptstadt-Bewerbung schon seit der frühen Phase. Was fasziniert dich an dem Projekt und was erhoffst du dir von dem Titel?

Von der Kulturhauptstadt-Bewerbung erhoffe ich mir vor Allem die Möglichkeit einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung im Salzkammergut.

Du lehrst an der TU Wien, der FH Kärnten und hast auch an der HTBLA in Hallstatt unterrichtet, hast also viel Kontakt mit jungen Erwachsenen. Was braucht es im Salzkammergut, um der Landflucht entgegenzuwirken?

Es ist eine berechtigte Frage, ob man der Landflucht entgegenwirken kann und soll. Man soll aber auf jeden Fall versuchen, den jungen Leuten, die noch im Salzkammergut leben, die Lebensumstände möglichst angenehm zu gestalten.

Welche Kulturhauptstadt-Projekte zum Thema Baukultur kannst du dir als Architekt vorstellen bzw. würdest du gerne umsetzen?

Zum Thema Baukultur im Salzkammergut habe ich zwei wichtige Anliegen: Erstens die Raumplanung und Wohnbaupolitik und zweitens die Qualität der zeitgenössischen Architektur. Wir werden uns in Zukunft nicht mehr leisten können, Wohnsiedlungen in peripheren Lagen und ohne Infrastruktur zu bauen. Diese Politik ist weder sozial noch ökologisch nachhaltig. Stattdessen werden wir die bestehenden Städte verdichten müssen – durch flächensparende Wohnformen und durch die Revitalisierung des Leerstands. Andererseits müssen wir uns ebenfalls darüber Gedanken machen, welche Bauten wir den künftigen Generationen hinterlassen. Bad Ischl kann auf seine historische Architektur stolz sein. Aber kann man das auch von den zeitgenössischen Neu- und Umbauten behaupten? In diesem Punkt wäre eine Zusammenarbeit mit Experten sehr wünschenswert.

10 Jahre später: Wie sieht das Salzkammergut von 2034 idealerweise aus? 

Idealerweise wünsche ich mir für die Zukunft des Salzkammerguts drei Sachen: Leistbares Wohnen, Bildungsmöglichkeiten und -förderung für breite Bevölkerungsschichten und ein anspruchsvolleres Freizeitangebot.