Marie Gruber

Marie Gruber

Marie Gruber kennt beides: das Leben am Land und in der Stadt. Im Wochentakt pendelt sie zwischen Salzburg und Altmünster. Nach Salzburg ist sie gezogen, um dort Bildnerische Erziehung und Englisch auf Lehramt zu studieren. Jedes Wochenende kommt sie nach Hause, und hilft im Familienbetrieb, der Metzgerei Gruber, mit. Neben ihrem Studium ist Marie auch Teil des Präsentationsteams, das die Bewerbung des Salzkammerguts vor der europäischen Kulturhauptstadt-Jury präsentierte.

Unter der Woche lebst du in der Stadt, am Wochenende am Land. Was macht deiner Meinung nach Kulturarbeit am Land aus?

Die „Menschen vom Lande“ brauchen das Kulturangebot mehr denn je. Große Städte haben bereits genügend Kulturangebot, doch am Lande passiert noch zu wenig. Hier leben genauso junge Menschen mit guten Ideen und die sollen nicht immer „gezwungen“ sein, wegzuziehen um in einer Stadt kulturell zu arbeiten, sondern auch hier ihre Projekte realisieren können. 

Welche Chancen siehst du in einer potenziellen Kulturhaupstadtregion Salzkammergut 2024?

Wenn das Salzkammergut die Kulturhauptstadtregion 2024 werden würde, dann würde das vielen Menschen den Mut und die Zuversicht geben, dass ihre Ideen und Projekte im Salzkammergut Platz haben. Es würde den „Salzkammergütlern“ zeigen, dass Veränderungen möglich sind und dass wir gemeinsam mehr erreichen können – so kitschig das auch klingen mag. Diese Veränderung muss in den Köpfen der Leuten passieren. 

Du bist das jüngste Mitglied des Präsentationsteams. Was muss Kulturarbeit können, um junge Menschen anzusprechen?

Wichtig ist, dass wir Projekte schaffen, die die Interessen junger Menschen ansprechen. Natürlich muss da viel mit neuen Medien passieren, aber vor allen Dingen müssen Thematiken aufgegriffen werden, die junge Menschen beschäftigen. Nicht nur Schüler und Schülerinnen, sondern auch Studierende müssen angesprochen warden, denn viele Studierende kommen am Wochenende in ihre Heimat. Auch diesen jungen Menschen sollte das Salzkammergut ein Kulturangebot bieten – ein Kulturangebot, das sie nicht nur nützen können, sondern das sie auch miteinbezieht. 

10 Jahre später: Wie sieht das Salzkammergut von 2034 idealerweise aus? 

Das Salzkammergut von 2034 sieht vielleicht nicht besonders anders aus. Denn die atemberaubende Natur und die wunderschönen Gebäude bleiben. Doch die Menschen im Salzkammergut 2034 schaffen und nutzen Kultur. Es gibt Angebote für jede Altersgruppe und die verschiedenen Interessen. Und für mich besonders wichtig: Die jungen Menschen werden ihre Ideen und Projekte selbst umsetzen.