FAQ

Was ist eine Kulturhauptstadt Europas?

Seit 1985 wird Städten aus verschiedenen Ländern der Titel für ein Jahr verliehen. Die Ländern stehen im Vorhinein fest: 2024 können Österreich (nach Graz 2003 & Linz 2009) und Estland jeweils eine Kulturhauptstadt stellen.
Das Ziel ist es die Vielfalt von Lebensrealitäten in Europa sichtbar zu machen, gegenseitiges Verständnis zu fördern und nachhaltige Impulse zur Stadt- und Regionalentwicklung zu setzen. Neben Städten können sich auch mehrere Orte gemeinsam als Kulturhauptstadt-Region bewerben. Eine Stadt muss jedoch den Lead übernehmen. Im Falle von Salzkammergut 2024 wird das Bad Ischl sein.

Bad Ischl und Salzkammergut als Kulturhauptstadt Europas 2024?

Ja, das ist das ehrgeizige Ziel, das wir uns gesetzt haben! Wir sehen darin eine einzigartige Chance unsere Region im europäischen Kontext neu zu denken, ihre Stärken und Schwächen zu analysieren und daraus eine langfristige Perspektive und ein neues, motivierendes Erzählmotiv zu entwickeln.
Der Titel 'Kulturhauptstadt Europas 2024' dient uns dabei als Vehikel für die Neuausrichtung. Neben der Bewerbung soll am Ende auch ein Kulturentwicklungsplan für die gesamte Region stehen.

Kulturhauptstadt und Kulturentwicklungsplan?

Kultur kann polarisieren, Denkanstöße liefern und Debatten darüber, wie wir unser Zusammenleben gestalten (wollen) in Gang setzen. Wir verstehen sie als Basis unserer Gesellschaft und gehen dabei von einem sehr breiten Kulturbegriff aus, der von 'Hochkultur' über 'Volkskultur' bis zu zeitgenössischer und kritischer Kultur alles umfasst.
In einem partizipativ erarbeiteten Kulturentwicklungsplan wollen wir gemeinsam die Leitlinien und Rahmenbedingungen für kulturelles Schaffen im Salzkammergut bestimmen. Dieser Kulturentwicklungsplan wird - unabhängig davon, wie sich der Bewerbungsprozess als Kulturhauptstadt Europas gestaltet - als nachhaltiger, kulturpolitischer Handlungsrahmen dienen.

Was haben wir davon?

Kulturpolitik ist Standortpolitik! Nahezu alle Gemeinden des Salzkammerguts sind von Abwanderung betroffen. Geschäfte und Gasthäuser müssen mangels Kundschaft zusperren, Ortskerne verwaisen und Arbeitsplätze sind rar. Insbesondere junge, gut ausgebildete Menschen müssen mangels Zukunftsperspektiven in größere Städte abwandern.
Um das Salzkammergut als zukunftsfähige Region zu positionieren und der Landflucht entgegen zu wirken, braucht es Visionen und strategische Planung. Der Kulturentwicklungsplan und die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2024 sind genau dafür da.

Wann findet das alles statt?

Ab jetzt! Die Einreichfrist für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2024 läuft bis Ende Dezember 2018 - bis dahin muss die Bewerbung als auch der ihr zugrundeliegende Entwicklungsplan fertig sein.

Wer macht mit?

Am besten alle! Jeder und jede soll Ideen und Gedanken beisteuern. Das Büro Salzkammergut 2024 wird in Kürze einen Teilhabeprozess in Gang setzen, über den wir dich auf der Website und unserer Facebook-Seite informieren. Darüber hinaus freuen wir uns auf Initiativen aus der Zivilgesellschaft. Teil uns deine Fragen, Gedanken, Kritik, Anregungen und Ideen mit!


Können wir uns das leisten?

Geld ist zwar ein wichtiger Faktor, aber der nachhaltige Erfolg eines Kulturhauptstadtjahres ist nicht zwingend mit einem hohen Budget verknüpft - das zeigten bereits erfolgreiche Beispiele aus der Vergangenheit.
Wird Salzkammergut 2024 Realität werden, entstehen Kosten für die einzelnen Gemeinden. Eine genaue Kostenabschätzung ist derzeit nicht möglich und hängt unter anderem von der Programmgestaltung und der Mitfinanzierung des Bundes und der Bundesländer ab. Die EU fördert das Kulturhauptstadtjahr mit 1,5 Mio Euro. Davon abgesehen handelt es sich um eine nachhaltige, sinnvolle Investition in die Zukunft der Region!