Kommitee

Aleida Assmann

Aleida Assmann ist deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Gedächtnisgeschichte. In ihren Arbeiten zu den Themen kulturelles Gedächtnis, Erinnerung und Vergessen untersucht sie, welche Rolle das Erinnern an den Holocaust und das Eingeständnis der eigenen Schuld für die deutsche Nation spielen. Ihre wissenschaftlichen Werke sind nicht nur unter Akademikern bekannt, sondern erreichen ein breiteres Publikum. Für ihre interdisziplinäre Forschung auf dem Gebiet der Gedächtnisgeschichte erhielt sie den Max-Planck-Forschungspreis. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Ägyptologen Jan Assmann, erhielt sie 2018 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Hannes Androsch

Hannes Androsch war in der Zeit der SPÖ-Alleinregierung von 1970 bis 1981 Finanzminister und ab 1976 Vizekanzler der Republik Österreich. Danach war der promovierte Wirtschaftswissenschaftler Generaldirektor der Creditanstalt. Seit 1989 als Industrieller tätig, u.a. als Aufsichtsratsvorsitzender von AT&S, der Salinen Austria und EUROPTEN. In seinem Selbstverständnis als Citoyen ist er gesellschafts-, wirtschafts- und wissenschaftspolitisch engagiert, etwa als Initiator des Bildungsvolksbegehrens. Er ist u.a. auch Hauptinvestor des Start-Up-Unternehmens TLL The Longevity Labs. 

Hannes Androsch ist gefragter Kommentator zum Zeitgeschehen sowie Herausgeber und Autor zahlreicher Publikationen.

Klaus Maria Brandauer

Klaus Maria Brandauer stammt aus Altaussee in der Steiermark und gehört zu den wichtigsten und bekanntesten Bühnen- und Filmschauspielern unserer Zeit. Seit mehr als vierzig Jahren ist er Mitglied im Ensemble des Wiener Burgtheaters. Bereits 1970 begann Klaus Maria Brandauers internationale Filmkarriere mit „Salzburg Connection“. Mit István Szabó realisierte er die Trilogie „Mephisto“, „Oberst Redl“ und „Hanussen“. Er spielte in „James Bond 007 – Sag niemals nie“, sowie in „Jenseits von Afrika“ von Sydney Pollack. Große Beachtung fanden zuletzt seine Mitwirkungen „Die Auslöschung“ sowie in „Der Fall Wilhelm Reich“. Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit führt Klaus Maria Brandauer auch Regie. Klaus Maria Brandauer ist regelmäßig mit Lesungen und musikalisch-literarischen Programmen zu erleben, darüber hinaus ist er Professor am Max-Reinhardt-Seminar in Wien.

Hubert von Goisern

Hubert von Goisern wurde 1952 in Bad Goisern geboren. 1987 gründete er die Alpinkatzen und beginnt mit der Dekonstruktion alpiner Volksmusik. Er gilt als Erfinder des sogenannten „Alpenrock“. Zahlreiche musikalische Projekte im Spannungsfeld zwischen Welt- und Volksmusik, zwischen Tradition und Moderne. Seine Tourneen und musikalischen Reisen führten ihn quer durch Europa, die USA, in den arabischen Raum, nach Tibet und Afrika.

2007 – 2009 tourte er mit einem Konzertschiff von Linz aus über die Donau zum Schwarzen Meer und über den Rhein an die Nordsee, daran nahmen über 100 Musiker*innen aus 12 Ländern teil. Die Brenna tuats–Tour 2011 wurde zu einer der erfolgreichsten seiner Karriere, 2015 war der Amadeus Austrian Music Awards Gewinner selbst auf der großen Leinwand mit dem biografischen Dokumentarfilm Brenna tuat’s schon lang zu sehen. 2018 wurde der Hubert von Goisern Kulturpreis gegründet, im Mai 2020 erschien sein erster Roman, Flüchtig. Das neue Studioalbum Zeiten & Zeichen erscheint am 28. August 2020. 2022 ist Hubert von Goisern wieder auf Tournee.

Xenia Hausner

Xenia Hausner wird 1951 in eine Wiener Künstlerfamilie geboren. Sie studierte Bühnenbild an der Akademie der bildenden Künste Wien sowie an der Royal Academy of Dramatic Art in London, entwarf Ausstattungen für Theater und Oper, darunter Covent Garden in London, das Burgtheater in Wien, das Theâtre de la Monnaie in Brüssel sowie die Salzburger Festspiele. Ab1992 wendet sich Xenia Hausner ausschließlich der Malerei zu.

Ihre Werke werden international in Galerien, Museen und Kunstmessen gezeigt. Xenia Hausner lebt und arbeitet in Berlin, Wien und am Traunsee.

Johanna Mitterbauer

Johanna Mitterbauer ist in Wien aufgewachsen und lebt seit 2008 in Gmunden, Oberösterreich. Sie studierte Internationale Betriebswirtschaft in Wien, Paris, Oxford und Berlin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Salzkammergut Festwochen Gmunden und ist seit 2019 kaufmännische Geschäftsführerin. Besonders wichtig ist ihr dabei, junges Publikum anzusprechen und neben den Sparten Musik, bildende Kunst und Architektur auch das Theater mit der ehemaligen Burgtheater Direktorin Karin Bergmann wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Ihr Herzensprojekt für die Kulturhauptstadt 2024 ist die „Hausmusik Roas“ von Maestro Franz Welser-Möst.

Tom Neuwirth aka Conchita Wurst

2011 hat der österreichische Künstler Thomas Neuwirth die Kunstfigur Conchita Wurst ins Leben gerufen. Als bärtige Diva gewann er 2014 den Eurovision Song Contest und wurde über Nacht zu einer globalen Galionsfigur der LGBTI-Community.

Seither folgten das Platin-prämierte Debütalbum Conchita (2015), der zweite Longplayer From Vienna With Love mit den Wiener Symphonikern (2018), und das dritte Studioalbum T.O.M. – Truth Over Magnitude (2019) mit Elektro-Pop und dem neuen Künstlernamen WURST. Eine Orchestertour führte ihn unter anderem Anfang 2020 nach Australien. Als Host fungierte Conchita WURST beim Life Ball, der Eröffnung der Wiener Festwochen und großen TV-Musikshows wie Eurovision Song Contestoder den Amadeus Austrian Music Awards. Der Künstler unterstützt gesellschaftspolitische Anliegen. Conchita war 2019 Ambassador der EuroPride Vienna, ist seit 2018 Stonewall Day Ambassador und unterstützt die Free & Equal Kampagne der Vereinten Nationen.

Helga Rabl-Stadler

Helga Rabl-Stadler, geboren 1948 in Salzburg, promovierte 1970 zum Doktor der Rechte. Im gleichen Jahr begann sie in Wien ihre Laufbahn als politische Journalistin. Sie reüssierte insbesondere als erste weibliche Kolumnistin in der Tageszeitung Kurier. 1978 kehrte sie nach Salzburg zurück und wurde Prokuristin, später Alleineigentümerin des familieneigenen Modehauses. 1985 wurde sie als erste Frau Vizepräsidentin und 1988 Präsidentin der Kammer der gewerblichen Wirtschaft für Salzburg. Parallel dazu war sie sieben Jahre lang Nationalratsabgeordnete für die ÖVP und fungierte von 1991 bis 1994 als deren Bundesobmann-Stellvertreterin.

Von 1995 bis 2021 war sie Präsidentin der Salzburger Festspiele. In die Zeit Ihrer Präsidentschaft fallen die größten Erfolge im Sponsoring, der Neubau Haus für Mozart und eine umfassende Renovierung und Modernisierung der Festspielhäuser.  Sie erhielt zahlreiche Ehrungen, darunter die Ernennung zum Commandeur de l’ordre des arts et des lettres sowie die Kennedy Center Gold Medal in the Arts. 2018

Franz Welser-Möst

Franz Welser-Möst zählt zu den prägenden Dirigentenpersönlichkeiten unserer Zeit sowohl im Opern- als auch im symphonischen Bereich.Seit über 20 Jahren prägt er als längst amtierender Musikdirektor des Cleveland Orchestra die unverwechselbare Klangkultur des Orchesters.

Seit Welser-Möst stehen verstärkt Uraufführungen sowie – anknüpfend an die Geschichte des Orchesters – Opernproduktionen in der Severance Hall am Programm. Durch innovative Education-Projekte und Kooperationen konnte erreicht werden, dass Cleveland das jüngste Publikum in den USA hat. Er wird das Cleveland Orchestra bis 2027 leiten.

Franz Welser-Möst verbindet eine besonders enge und produktive künstlerische Partnerschaft mit den Wiener Philharmonikern. Seit 2014 dirigiert er das Orchester jeden Sommer bei den Salzburger Festspielen und setzt als Opern- und Konzertdirigent richtungsweisende neue Maßstäbe. Unter seiner musikalischen Leitung standen die historischen Gedenkkonzerte in Sarajewo und in Versailles. Er stand 2010 am Pult des Sommernachtskonzertes und in den Jahren 2011 und 2013 am Pult des Neujahrskonzerts, das er 2023 erneut leiten wird.